Sankt Ulrich (Feuchtwangen)
Ortsteil der Stadt Feuchtwangen
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Sankt Ulrich (fränkisch/feuchtwangerisch Duuleri[2]) ist ein Gemeindeteil der Stadt Feuchtwangen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).[3] Sankt Ulrich liegt in der Gemarkung Krapfenau.[4]
Sankt Ulrich Stadt Feuchtwangen | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 9′ N, 10° 21′ O |
| Höhe: | 462–474 m ü. NHN |
| Einwohner: | 93 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 91555 |
| Vorwahl: | 09852 |
Geographie
Das Dorf liegt auf einer Erhebung, die gegen Osten und Süden ins Schönbachtal und gegen Westen ins Sulzachtal abfällt. Im Osten grenzt das St.-Ulrich-Holz an. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Feuchtwangen zur Kreisstraße AN 41 (0,7 km nordwestlich) bzw. nach Schönmühle (0,4 km südöstlich), eine weitere führt ebenfalls zur AN 41 (0,5 km südlich).[5]
Geschichte
Benannt wurde der Ort nach einer Kapelle, die dort einstmals stand. Im Jahr 1360 verkaufte Hermann der Schweitzer der Stadt Feuchtwangen seine Güter in Freudenberg samt Zugehörungen. Das Hochstift Eichstätt, das dort Lehen hatte, bekam von diesem zum Ausgleich einen Hof in St. Ulrich.[6]
Sankt Ulrich lag im Fraischbezirk des ansbachischen Oberamtes Feuchtwangen. Im Jahr 1732 bestand der Ort aus 5 Anwesen mit 6 Mannschaften und 1 Gemeindehirtenhaus. Grundherren waren das Stiftsverwalteramt Feuchtwangen (2 Anwesen), das Kastenamt Feuchtwangen (1 Haus mit doppelter Mannschaft), das eichstättische Kastenamt Arberg-Ornbau (2 Anwesen, Abgaben gingen an die Pfarrei Königshofen).[7] Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand der Ort aus 10 Anwesen, wovon 8 feuchtwangischen Ämtern unterstanden.[8][9] Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Feuchtwangen.
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Sankt Ulrich dem Steuerdistrikt Heilbronn und der Ruralgemeinde Krapfenau zugeordnet. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Sankt Ulrich am 1. Juli 1971 nach Feuchtwangen eingemeindet.[10]
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannis (Feuchtwangen) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Ulrich und Afra (Feuchtwangen) gepfarrt.[20]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: St. Ulrich. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 55 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Ulrichsberg. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 608–609 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: St. Uhlrich. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 367 (Digitalisat).
- Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Feuchtwangen (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 21). Deutscher Kunstverlag, München 1964, DNB 453909426, S. 113.
- Anton Steichele (Hrsg.): Das Bisthum Augsburg historisch und statistisch beschrieben. Band 3. Schmiedsche Verlagsbuchhandlung, Augsburg 1872, OCLC 935210351, S. 376 (Digitalisat).
Weblinks
- Sankt Ulrich. In: geschichte-feuchtwangen.de. Abgerufen am 31. Juli 2023.
- Sankt Ulrich in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 23. November 2021.
- Sankt Ulrich in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 18. September 2019.
- Sankt Ulrich im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 31. März 2025.