Cyclocross-Weltmeisterschaften 1950

Sportverein 1950 Frankreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Cyclocross-Weltmeisterschaften 1950 wurden am 4. März in Paris ausgetragen. Sie waren die ersten ihrer Art und fanden auf dem Parcours des Critérium international de cyclo-cross statt.

Ablauf

Erst wenige Tage vor dem Wettkampf hatte der Kongress des Radsport-Weltverbands UCI bei seiner Tagung in Paris beschlossen, dem seit 1924 ausgetragenen Critérium international nunmehr den Status einer Weltmeisterschaft zu verleihen.[1][2] Der Parcours lag am Südrand des Bois de Vincennes sowie auf den zur Marne abfallenden Hängen; große Teile davon entsprechen noch heute existierenden Wegen, ergänzt um einige Abschnitte im Gelände. Der Start erfolgte um 15 Uhr Ortszeit auf der Avenue de Gravelle, von dort war zunächst eine verkürzte Runde zu fahren, gefolgt von vier vollständigen Runden eines etwa 5 Kilometer langen Parcours; die Gesamtlänge betrug 23.250 Meter.[3][4]

Es gab einen Wettkampf in der offenen Klasse für Profis und Amateure. Am Start waren Mannschaften aus Frankreich, Italien, Belgien, der Schweiz, Luxemburg und Polen, die jeweils vier Fahrer entsandten. Die französischen Fahrer wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. Am Ende der zweiten Runde lag Jean Robic wenige Sekunden vor Roger Rondeaux und Pierre Jodet, während die übrigen Fahrer bereits eine halbe Minute zurücklagen. In der Folge schloss Rondeaux zu Robic auf, während Jodet stetig an Boden verlor. Die beiden Führenden blieben bis zum Schluss zusammen, wo Robic den Zielsprint für sich entschied. Der vierte Franzose, Georges Meunier, gewann den Sprint einer Gruppe um Platz vier. Insgesamt erreichten 21 Fahrer das Ziel, 3 gaben unterwegs auf.

Neben dem individuellen Klassement gab es eine Mannschaftswertung. Diese war von der Zeitschrift L’Équipe ausgelobt worden, die zusammen mit dem französischen Radsportverband das Critérium international organisiert hatte, und wurde aus den Platzierungen der drei bestplatzierten Fahrer jeder Nation errechnet.[5] Sieger war naturgemäß Frankreich, dahinter folgten Italien, die Schweiz und Belgien.

Ergebnisse

Weitere Informationen Platz, Name ...
Platz Name Zeit (min)
1Frankreich Jean Robic51:44
2Frankreich Roger Rondeauxgl. Zeit
3Frankreich Pierre Jodet+ 1:46
4Frankreich Georges Meunier+ 2:47
5Italien Nello Sforacchigl. Zeit
6Schweiz Martin Metzgergl. Zeit
7Italien Sergio Toigogl. Zeit
8Belgien Georges Vandermeirschgl. Zeit
9Schweiz Roland Fantinigl. Zeit
10Belgien Eugeen Jacobs+ 3:22
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Einzelnachweise

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