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Cyclocross-Weltmeisterschaften 2024

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Die Cyclocross-Weltmeisterschaften 2024 wurden vom 2. bis 4. Februar in Tábor im böhmischen Teil Tschechiens ausgetragen. Sie fanden dort nach 2001, 2010 und 2015 zum vierten Mal statt. Die Titelverteidiger Mathieu van der Poel bei den Männern und Fem van Empel bei den Frauen gewannen beide erneut.

Ablauf

Die Leitung des Radsport-Weltverbands UCI hatte die Veranstaltung vier Jahre zuvor an Tábor vergeben.[1] Schauplatz war der Parcours des Weltcuprennens Cyklokros Tábor, der gegenüber 2015 einige Änderungen im Detail erfahren hatte. Im Gegensatz zu den vorherigen Austragungen in Tábor herrschten diesmal keine Minusgrade, die Fahrer hatten eher mit Schlamm als mit Glätte zu kämpfen.[2]

Wie im Vorjahr wurden sechs Rennen in den Kategorien Elite, Unter 23 und Junioren jeweils für Männer und Frauen ausgetragen, dazu eine Mixed-Staffel. Gemeldet waren 313 Athleten aus 26 Ländern.[3] Der Zeitplan war wie folgt:

  • 2. Februar: Mixed-Staffel (12:30)
  • 3. Februar: Juniorinnen (11:00), Männer U23 (12:30), Frauen Elite (14:30)
  • 4. Februar: Junioren (11:00), Frauen U23 (12:30), Männer Elite (14:30)

Ergebnisse

Mixed-Staffel

Weitere Informationen Platz, Land ...
Platz Land Fahrer Fahrerinnen Zeit (h)
1 Frankreich Frankreich Rémi Lelandais
Martin Groslambert
Aubin Sparfel
Hélène Clauzel
Lauriane Duraffourg
Célia Gery
1:02:23
2 Großbritannien Großbritannien Cameron Mason
Corran Carrick-Anderson
Oscar Amey
Anna Kay
Zoe Bäckstedt
Cat Ferguson
gl. Zeit
3 Belgien Belgien Michael Vanthourenhout
Ward Huybs
Arthur Van Den Boer
Sanne Cant
Julie Brouwers
Shanyl De Schoesitter
+ 0:32
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Es nahmen 10 Mannschaften teil. Die im Jahr zuvor siegreichen Niederländer zeigten sich nicht interessiert und blieben dem Wettkampf fern.[4]

Großbritannien begann als einzige Mannschaft mit einer Frau: Zoe Bäckstedt beendete die Runde zwar als Zehnte, legte aber mit der schnellsten Zeit aller Frauen eine gute Grundlage für ihre Mannschaft, die in der vierten Runde die Führung übernahm und sie in der fünften Runde wieder an Frankreich verlor. Der französische Junior Aubin Sparfel ging wenige Sekunden vor dem britischen Elite-Fahrer Cameron Mason in die letzte Runde und konnte seinen knappen Vorsprung bis über die Ziellinie verteidigen.[5][6] Einzige Mannschaft aus dem deutschsprachigen Raum war Österreich auf dem 10. Platz. Das Preisgeld der Sieger betrug 15,000 €, dreimal mehr als in den Einzelwettbewerben der Elite.[7]

Juniorinnen

Célia Gery (vorn im Bild) siegte vor Cat Ferguson (hinten im Bild).
Weitere Informationen Platz, Name ...
Platz Name Zeit
1Frankreich Célia Gery37:01
2Vereinigtes Konigreich Cat Ferguson+ 0:05
3Slowakei Viktória Chladoňová+ 0:14
4NiederlandeNiederlande Puck Langenbarg+ 1:04
5Tschechien Kateřina Douderová+ 1:12
6Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vida Lopez de San Roman+ 1:54
7NiederlandeNiederlande Mae Cabaca+ 1:55
8Vereinigtes Konigreich Imogen Wolff+ 2:03
9Tschechien Amálie Gottwaldová+ 2:06
10FrankreichFrankreich Anaïs Moulin+ 2:30
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Es gingen 53 Fahrerinnen aus 20 Nationen an den Start, das Rennen dauerte drei Runden. Die drei Ersten des Weltcups, Célia Gery, Cat Ferguson und Viktória Chladoňová, ließen den Rest des Felds schnell hinter sich und blieben kurz vor Schluss zusammen. Auf dem letzten Anstieg fiel die Entscheidung, Gery konnte sich einen kleinen Vorsprung erkämpfen und gewann nach den Europameisterschaften im November nun auch bei der WM.[8]

Männer U23

Tibor Del Grosso gewann klar das U23-Rennen.
Weitere Informationen Platz, Name ...
Platz Name Zeit
1Niederlande Tibor Del Grosso52:02
2Belgien Emiel Verstrynge+ 0:27
3Belgien Jente Michelsgl. Zeit
4Frankreich Léo Bisiaux+ 1:13
5FrankreichFrankreich Rémi Lelandais+ 1:28
6Kanada Ian Ackert+ 1:39
7Belgien Victor Van De Putte+ 1:40
8Belgien Yordi Corsus+ 1:43
9FrankreichFrankreich Martin Groslambert+ 1:46
10Belgien Arne Baers+ 2:18
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Es gingen 57 Fahrer aus 21 Nationen an den Start. Auch hier war das Podium mit dem des Weltcups identisch: In der zweiten von fünf Runden öffnete Tibor Del Grosso eine Lücke zwischen sich und seinen Kontrahenten; am Ende der Runde war nur noch Emiel Verstrynge in Schlagweite. Er fiel jedoch nach und nach zurück und wurde von U23-Europameister Jente Michels eingeholt. Während Del Grosso überlegen gewann, lieferten sich Verstrynge und Michels einen Sprint um die übrigen Podiumsplätze. Hinter diesen drei fuhr der Junioren-Weltmeister des Vorjahrs, Léo Bisiaux, ein einsames Rennen auf dem vierten Platz.[9]

Frauen Elite

Weltmeisterin Fem van Empel
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Platz Name Zeit
1Niederlande Fem van Empel46:19
2Niederlande Lucinda Brand+ 1:20
3Niederlande Puck Pieterse+ 1:54
4Niederlande Ceylin del Carmen Alvarado+ 2:37
5Belgien Laura Verdonschot+ 2:52
6Italien Sara Casasola+ 2:59
7Niederlande Annemarie Worst+ 3:40
8Vereinigte Staaten Clara Honsinger+ 3:45
9Niederlande Inge van der Heijden+ 3:49
10Kanada Maghalie Rochette+ 3:52
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Es gingen 33 Fahrerinnen aus 13 Nationen an den Start des Rennens über vier Runden. Auf dem schweren Geläuf zog sich das Feld schnell auseinander. Titelverteidigerin Fem van Empel erzielte in der ersten Runden einen Vorsprung von 16 Sekunden und baute diesen bis zum Ziel kontinuierlich aus. Im Kampf um den zweiten Platz distanzierte Lucinda Brand in der vorletzten Runde Puck Pieterse. Weltcupsiegerin Ceylin del Carmen Alvarado kam auf den vierten Platz. Damit gingen erneut alle Medaillen an die Niederlande.[10]

Junioren

Stefano Viezzi gewann bei den Junioren nach dem Weltcup auch die WM.
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Platz Name Zeit
1ItalienItalien Stefano Viezzi42:01
2NiederlandeNiederlande Keije Solen+ 0:09
3Tschechien Kryštof Bažant+ 0:31
4Frankreich Aubin Sparfel+ 0:48
5Danemark Albert Philipsen+ 1:02
6FrankreichFrankreich Théophile Vassal+ 1:17
7NiederlandeNiederlande Michiel Mouris+ 1:25
8FrankreichFrankreich Jules Simon+ 1:35
9NiederlandeNiederlande Senna Remijn+ 1:43
10FrankreichFrankreich Louis Tanguy+ 1:47
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Am Start waren 74 Fahrer aus 21 Nationen. Aubin Sparfel und Stefano Viezzi, die den Weltcup dominiert hatten, taten dies auch bei diesem Rennen und lieferten sich ein enges Duell, bis Sparfel am Ende der dritten von vier Runden durch einen Defekt alle Chancen einbüßte. Viezzi siegte vor Keije Solen, Kryštof Bažant gewann vor Heimpublikum die Bronzemedaille.[11]

Frauen U23

Zoe Bäckstedt, hier in Namur, ließ ihrem Sieg bei den Juniorinnen 2022 den U23-Titel folgen.
Weitere Informationen Platz, Name ...
Platz Name Zeit
1Großbritannien Zoe Bäckstedt48:24
2Tschechien Kristýna Zemanová+ 0:44
3Niederlande Leonie Bentveld+ 0:55
4Kanada Isabella Holmgren+ 1:08
5Luxemburg Marie Schreiber+ 1:42
6Belgien Xaydee Van Sinaey+ 2:14
7Niederlande Lauren Molengraaf+ 2:26
8FrankreichFrankreich Lauriane Duraffourg+ 2:51
9Belgien Julie Brouwers+ 3:03
10Belgien Fleur Moors+ 3:05
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Es gingen 31 Fahrerinnen aus 13 Nationen an den Start des Rennens, das wie in der Elite über vier Runden ging. Europameisterin Zoe Bäckstedt ließ schon in der ersten Runde keinen Zweifel über ihren Sieg aufkommen. Hinter ihr lieferten sich Kristýna Zemanová und Leonie Bentveld einen Kampf um den zweiten Platz, den Zemanová in der letzten Runde für sich entschied. Marie Schreiber versuchte lange Zeit, zu den beiden aufzuschließen, fiel aber zurück und belegte schlussendlich wie im Vorjahr den fünften Platz hinter Panamerikameisterin Isabella Holmgren.[12]

Männer Elite

Mathieu van der Poel, hier bei der WM 2020, verteidigte souverän seinen WM-Titel.
Weitere Informationen Platz, Name ...
Platz Name Zeit
1Niederlande Mathieu van der Poel58:14
2Niederlande Joris Nieuwenhuis+ 0:37
3Belgien Michael Vanthourenhout+ 1:06
4Niederlande Pim Ronhaar+ 1:36
5Belgien Eli Iserbyt+ 2:08
6Belgien Jens Adams+ 2:21
7Tschechien Michael Boroš+ 2:29
8Belgien Witse Meeussen+ 2:35
9Belgien Thibau Nys+ 2:44
10Spanien Felipe Orts+ 2:48
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Es gingen 49 Fahrer aus 18 Nationen an den Start des Rennens über sechs Runden. Als klarer Favorit galt der Titelverteidiger Mathieu van der Poel. Die beiden anderen Weltmeister der vergangenen Jahre, Wout van Aert und Thomas Pidcock, hatten sich diesmal frühzeitig gegen eine Teilnahme entschieden, zugunsten der Vorbereitung auf die Straßensaison bzw. die Olympischen Spiele.[13] Der dreimalige Ex-Weltmeister Zdeněk Štybar nahm in Tábor vor Heimpublikum Abschied von seiner aktiven Karriere.[14] Thibau Nys ließ nach seinem U23-Titel im Vorjahr vorzeitig in die Elite hochstufen.[15]

Van der Poel entledigte sich bereits zu Beginn aller Konkurrenten und fuhr ungefährdet seinen sechsten Titelgewinn ein. Einzig Joris Nieuwenhuis blieb längere Zeit in Sichtweite, war aber in der zweiten Rennhälfte eher damit beschäftigt, Michael Vanthourenhout auf Distanz zu halten, der zwischendurch bis auf zehn Sekunden an ihn herankam. Auch die Plätze vier und fünf waren klar verteilt, sie gingen an Pim Ronhaar und Weltcupsieger Eli Iserbyt.[16]

Medaillenspiegel

Weitere Informationen Platz, Land ...
Platz Land Gold Silber Bronze Gesamt
1Niederlande Niederlande3328
2Frankreich Frankreich2002
3Großbritannien Großbritannien1203
4Italien Italien1001
5Belgien Belgien0134
6Tschechien Tschechien0112
7Slowakei Slowakei0011
Gesamt77721
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Aufgebote

Die Vertreter der deutschsprachigen Verbände erzielten folgende Ergebnisse:

Bund Deutscher Radfahrer
Männer Elite: Marcel Meisen (32.), Lukas Herrmann (40.)
Frauen Elite: Elisabeth Brandau (21.), Judith Krahl (23.)
Männer U23: Fabian Eder (19.), Silas Kuschla (26.), Jonas Köpsel (31.), Silas Koech (47.), Hannes Degenkolb (49.)
Junioren: Max Heiner Oertzen (16.), Benedikt Benz (22.), Pepe Albrecht (39.), Anton Kochanowski (50.)
Juniorinnen: Kaija Budde (48.)
Fédération du Sport Cycliste Luxembourgeois
Frauen U23: Marie Schreiber (5.), Liv Wenzel (19.)
Junioren: Rick Meylender (37.), Yannis Lang (43.), Jonah Flammang-Lies (58.)
Österreichischer Radsportverband
Männer Elite: Philipp Heigl (45.)
Frauen Elite: Nadja Heigl (27.)
Männer U23: Adrian Stieger (55.)
Frauen U23: Nora Fischer (30.)
Junioren: Valentin Hofer (24.), Lucas Kraus (66.)
Juniorinnen: Sophia Knaubert (52.), Nicole Sommer (53.)
Swiss Cycling
Männer Elite: Kevin Kuhn (18.), Timon Rüegg (25.), Loris Rouiller (28.), Jan Sommer (35.), Gilles Mottiez (36.)
Männer U23: Finn Treudler (12.), Lars Sommer (13.), Matteo Oppizzi (41.)
Junioren: Nicolas Halter (11.), Lenny Hochstrasser (33.)

Einzelnachweise

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