Cyclocross-Weltmeisterschaften 2009

Radsportveranstaltung 2009 From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Cyclocross-Weltmeisterschaften 2009 wurden am 31. Januar und 1. Februar in Hoogerheide ausgetragen.

Ablauf

Hoogerheide, der Heimatort des früheren Weltmeisters Adrie van der Poel, war seit 2003 Standort eines Weltcup-Rennens, des GP Adrie van der Poel. Der Ort hatte anlässlich der Cyclocross-Weltmeisterschaften 2006, die ebenfalls in den Niederlanden stattfanden, seine Kandidatur für 2009 bekanntgemacht[1] und die Veranstaltung einige Monate später vom Radsport-Weltverband UCI zugewiesen bekommen.[2]

An den Wettkämpfen beteiligten sich Fahrer aus 24 Nationen; mit Marios Athanasiadis war Zypern erstmals vertreten. Die Teilnahmequoten wurden etwas verändert, so dass jedes Land in jeder Kategorie mindestens fünf Fahrer stellen konnte, bei den Männern die besten fünf Länder der Weltrangliste auch sechs. Außerdem waren die Titelverteidiger und Weltcupsieger persönlich qualifiziert.[3]

Der von Adrie van der Poel gestaltete, 3.040 m lange Parcours bezog zum einen das Ortszentrum mit den Straßen Onderstal und Raadhuisstraat ein, zum anderen das offene Gelände westlich der Straße Scheldeweg. Die Wettkämpfe fanden bei guten Wetterbedingungen statt, der Parcours war sehr schnell und konnte bis auf eine kurze Treppe vollständig im Sattel zurückgelegt werden. Die Veranstaltung wurde mit dem Wettkampf der Junioren eröffnet, gefolgt von der U23; am zweiten Tag folgten die Rennen der Frauen und der Männer. Die Frauen und die Junioren fuhren sechs Runden auf dem Parcours, die U23-Fahrer acht und die Männer-Elite zehn.

Ergebnisse

Junioren

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Platz Name Zeit (min)
1Niederlande Tijmen Eising40:06
2Niederlande Corné van Kessel+ 0:25
3FrankreichFrankreich Alexandre Billongl. Zeit
4Belgien Wietse Bosmansgl. Zeit
5Niederlande Lars van der Haargl. Zeit
6Italien Luca Braidot+ 0:26
7Tschechien Jan Nesvadbagl. Zeit
8ItalienItalien Daniele Braidotgl. Zeit
9Belgien Sean De Biegl. Zeit
10NiederlandeNiederlande Michiel van der Heijdengl. Zeit
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Als Favorit unter den 51 Fahrern galt Tijmen Eising, der zuvor auch den Weltcup und die Europameisterschaften gewonnen hatte. Er wurde seiner Rolle gerecht, setzte sich bereits in der ersten Runde ab und wurde nicht mehr eingeholt, auch weil seine Mannschaftskameraden, insbesondere Lars van der Haar, das Tempo der Verfolger kontrollierten. Die übrigen Medaillen wurden daher nach sechs Runden im Sprint einer 11-köpfigen Gruppe vergeben; Corné van Kessel sorgte für einen Doppelsieg der Gastgeber vor Alexandre Billon.[4]

U23

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Platz Name Zeit (min)
1Deutschland Philipp Walsleben52:48
2Deutschland Christoph Pfingsten+ 0:21
3Polen Paweł Szczepaniakgl. Zeit
4ItalienItalien Cristian Cominelligl. Zeit
5Deutschland Sascha Weber+ 0:24
6Belgien Quentin Bertholet+ 0:25
7FrankreichFrankreich Guillaume Perrot+ 0:29
8Niederlande Ramon Sinkeldam+ 0:30
9FrankreichFrankreich Clément Bourgoingl. Zeit
10Polen Marek Konwa+ 0:33
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In der U23 war die Ausgangslage ähnlich wie bei den Junioren: Philipp Walsleben hatte im Verlauf der Saison den Weltcup und die Europameisterschaften gewonnen und galt als Favorit. Das Feld der 56 Fahrer zog sich in den ersten Runden allmählich auseinander. Die Entscheidung fiel gegen Ende der vierten Runde, als sich Walsleben der Verfolgung durch drei französische Fahrer entzog und anschließend nicht mehr eingeholt wurde. Hinter ihm kam wieder eine größere Gruppe zusammen, aus der Cristian Cominelli und Quentin Bertholet in der sechsten Runde einen Ausfall machten. In der letzten Runde wurden sie durch Christoph Pfingsten und Paweł Szczepaniak eingeholt, die sich im Kampf um die verbliebenen Medaillen durchsetzten.[5]

Frauen

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Platz Name Zeit (min)
1Niederlande Marianne Vos42:39
2Deutschland Hanka Kupfernagel+ 0:01
3Vereinigte Staaten Katherine Compton+ 0:02
4Niederlande Sanne van Paassen+ 0:29
5Frankreich Caroline Manigl. Zeit
6Belgien Sanne Cantgl. Zeit
7Niederlande Daphny van den Brand+ 0:30
8Niederlande Mirjam Melchers-Van Poppelgl. Zeit
9Italien Eva Lechner+ 0:31
10Frankreich Maryline Salvetatgl. Zeit
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Zu Beginn des Rennens attackierte Katherine Compton und verschaffte sich einen Vorsprung von über 15 Sekunden. In der zweiten Runde machte sich Titelverteidigerin Hanka Kupfernagel an die Verfolgung, mit Marianne Vos an ihrem Hinterrad. In der folgenden Runde holten die beiden Compton ein.

In den folgenden Runden hielt Kupfernagel das Tempo hoch, konnte aber Vos nie abschütteln; da sich die beiden neutralisierten, fand auch Compton wieder Anschluss. Den Zielsprint gewann Vos deutlich, Kupfernagel sicherte sich vor Compton die Silbermedaille. Die ehemalige Weltmeisterin Maryline Salvetat kam bei ihren letzten Titelkämpfen auf den zehnten Rang.[6]

Männer

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Platz Name Zeit (h)
1Belgien Niels Albert1:02:24
2Tschechien Zdeněk Štybar+ 0:22
3Belgien Sven Nys+ 0:38
4Belgien Bart Wellens+ 1:10
5Frankreich Francis Mourey+ 1:23
6Belgien Kevin Pauwelsgl. Zeit
7Belgien Sven Vanthourenhout+ 1:24
8Schweiz Simon Zahnergl. Zeit
9Frankreich Steve Chainelgl. Zeit
10Belgien Klaas Vantornoutgl. Zeit
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Das Männer-Rennen zum Abschluss zog 30.000 Zuschauer an. Die belgischen Fahrer, die in den vergangenen Jahren eher gegen- als füreinander gefahren waren, hatten sich nach dem Sieg des Niederländers Lars Boom im Vorjahr diesmal auf ein gemeinsames Vorgehen geeinigt.[7] Als Niels Albert in der zweiten Runde attackierte, überließen sie daher den anderen die Verfolgungsarbeit. Zdeněk Štybar nahm diese Herausforderung an, entledigte sich der Begleitung durch Sven Nys und Sven Vanthourenhout und kam in der dritten Runde bis auf wenige Meter an Albert heran. Er konnte jedoch die letzten Meter der Lücke nicht schließen und fiel etwas zurück.

Im mittleren Drittel des Rennens hielt Albert einen Vorsprung von 10 bis 15 Sekunden auf Štybar, erst in den letzten drei Runden ließen Štybars Kräfte etwas nach. Aus dem Rest des Felds, das bereits eine Minute zurücklag, setzte sich Nys in der siebten Runde ab; an den Medaillenplatzierungen änderte sich im weiteren Verlauf nichts mehr. Albert wurde, wie Boom im Jahr zuvor, in seinem ersten Elite-Jahr unmittelbar Weltmeister. Boom seinerseits spielte keine bedeutende Rolle und endete auf dem 20. Platz.[8]

Einzelnachweise

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