Wikiwand AI

Cyclocross-Weltmeisterschaften 1981

Sportsaison From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Cyclocross-Weltmeisterschaften 1981 wurden am 21. und 22. Februar im spanischen Tolosa ausgetragen. Sie fanden damit einen Monat später als im Vorjahr und am Ende der Cyclocross-Saison statt, wie dies bis 1974 der Fall gewesen war.

Ablauf

Die Bewerbung Spaniens für die WM 1981 wurde von den Tagungen der Amateur- und Profi-Verbände FIAC und FICP im August 1979 gutgeheißen[1] und vom Kongress des übergeordneten Radsport-Weltverbands UCI einige Monate später bestätigt.[2] Wenig später gab der spanische Verband bekannt, dass die Wettkämpfe wie schon 1960 in Tolosa stattfinden würden.[3] Anfang Januar 1981 wurde dort ein Testrennen gehalten, das Albert Zweifel gewann.[4] Wie schon bei den Cyclocross-Weltmeisterschaften 1960 waren Start und Ziel im Stadion Berazubi, der übrige Parcours auf den Hängen rund um den Burghügel. Ein 2,8 km langer Rundkurs wurde am ersten Tag von den Amateuren siebenmal befahren, am zweiten Tag von den Junioren fünfmal und von den Profis achtmal.[5] Ungefähr die Hälfte des Kurses bestand aus festen Wegen, der Rest verteilte sich auf Wiesen und Äcker; pro Runde waren 80 Höhenmeter Steigung zu bewältigen.[6] Es nahmen Fahrer aus 14 Ländern teil, darunter erstmals der Sowjetunion. War das Gelände wenige Tage vor dem Wettkampf noch trocken und staubig, so setzten zwei Tage vorher Schnee und Regen ein, die den Parcours erheblich erschwerten; insbesondere die Schweizer rechneten sich dadurch bessere Chancen aus.[7]

Bei den Amateuren gingen 47 Fahrer an den Start. Miloš Fišera, Grzegorz Jaroszewski und Paul De Brauwer bildeten ein Spitzentrio, das bis zur Schlussrunde zusammenblieb, während Titelverteidiger Fritz Saladin mit Magenbeschwerden nie in den Titelkampf eingreifen konnte. An der letzten Steigung versuchte De Brauwer, seine Kontrahenten hinter sich zu lassen, doch Jaroszewski konterte und erreichte zuerst das Stadion. De Brauwer konnte den Rückstand mit letzter Kraftanstrengung wettmachen, brachte jedoch den zuvor abgehängten Fišera an seinem Hinterrad mit, der die beiden überspurtete. Nach dem Sieg Radomír Šimůneks im Juniorenrennen 1980 war dies der erste Titel für die Tschechoslowakei bei den Amateuren und leitete deren dominante Phase in den 1980ern ein.

Bei den Junioren übernahm zunächst Konrad Morf die Führung, wurde aber in der zweiten Runde von Rigobert Matt überholt, der die Führung anschließend sicher ins Ziel brachte. Morf musste nach einem Sturz in der vierten Runde noch Miloslav Kvasnička passieren lassen.

Im Profirennen, das bei strömendem Regen stattfand, sonderten sich alsbald dieselben fünf Protagonisten wie im Vorjahr ab: Titelverteidiger Roland Liboton, der vierfache Ex-Weltmeister Albert Zweifel, Klaus-Peter Thaler, Hennie Stamsnijder und Peter Frischknecht. Stamsnijder wartete auf Rat seines Teamkameraden bei DAF Trucks, des Ex-Weltmeisters Roger De Vlaeminck, in den ersten beiden Runden ab und setzte in der dritten Runde eine entscheidende Attacke. Sein Vorsprung war bis zur letzten Runde schon so groß, dass ihm auch eine Reifenpanne nichts mehr anhaben konnte.[8] Sein nächster Verfolger war lange Zeit Zweifel, der in der sechsten Runde wieder von Frischknecht und Liboton eingeholt wurde. Im Endspurt schlug Liboton die beiden Schweizer und wurde Zweiter. Bestes Resultat der Gastgeber war der 18. Platz von Federico Echave, der zu dieser Zeit seinen Militärdienst ableistete, wo er vor dem Rennen einen Monat im Arrest verbracht hatte.

Ergebnisse

Weitere Informationen Platz, Name ...
Profis
Platz Name Zeit (h)
1Niederlande Hennie Stamsnijder1:01:53
2Belgien Roland Liboton+ 0:32
3Schweiz Albert Zweifelgl. Zeit
4Schweiz Peter Frischknecht+ 0:34
5Deutschland Klaus-Peter Thaler+ 1:48
6Belgien Robert Vermeire+ 2:23
7Schweiz Erwin Lienhard+ 2:38
8Schweiz Gilles Blaser+ 3:11
9Niederlande Cees van der Wereld+ 3:28
10Deutschland Dieter Uebing+ 4:40
Schließen
Weitere Informationen Platz, Name ...
Amateure
Platz Name Zeit (min)
1Tschechoslowakei Miloš Fišera53:34
2Polen Grzegorz Jaroszewskigl. Zeit
3Belgien Paul De Brauwergl. Zeit
4Deutschland Reimund Dietzen+ 0:20
5Italien Vito Di Tano+ 0:26
6Polen Andrzej Mąkowski+ 0:51
7Schweiz Ueli Müller+ 1:00
8Schweiz Sepp Kurigergl. Zeit
9Italien Franco Vagneur+ 1:11
10Frankreich Jean-Yves Plaisancegl. Zeit
Schließen
Weitere Informationen Platz, Name ...
Junioren
Platz Name Zeit (min)
1DeutschlandDeutschland Rigobert Matt41:20
2Tschechoslowakei Miloslav Kvasnička+ 0:30
3Schweiz Konrad Morf+ 0:54
4Polen Jan Szajwaj+ 1:29
5Schweiz Hans-Rüdi Büchi+ 1:34
6Tschechoslowakei Jaromír Fišer+ 1:56
7Schweiz Andreas Büsser+ 2:00
8Schweiz Hanspeter Kürzi+ 2:12
9ItalienItalien Angelo Tosi+ 2:16
10Niederlande Erwin Nijboer+ 2:22
Schließen

Einzelnachweise

Related Articles

Timelines

Top Qs

Fact Checks