Cyclocross-Weltmeisterschaften 1961

Radsportveranstaltung 1961 From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Cyclocross-Weltmeisterschaften 1961 wurden am 19. Februar in Hannover ausgetragen. Es gab ein Rennen in der offenen Kategorie, also für Profis und Amateure gleichermaßen.

Ablauf

Im März 1960 übertrug der Kongress des Radsport-Weltverbands UCI die Ausrichtung der Weltmeisterschaften an den Bund Deutscher Radfahrer. Kurz zuvor, bei der WM 1960, hatte mit Rolf Wolfshohl erstmals ein Deutscher den Titel geholt. Als Ausrichtungsort stand neben Hannover zunächst auch Köln zur Debatte, der Heimatort Wolfshohls.[1]

Das Rennen fand rund um das Niedersachsenstadion statt, Start und Ziel waren auf dessen Aschenbahn. Ein 2,9 km langer Rundkurs, der achtmal zurückzulegen war, führte durch das Gelände rund um das Stadion, wobei einzig die Böschungen auf der Rückseite der Westtribüne für Höhenunterschiede sorgten. Im Stadion waren Hürden wie bei einem Hindernislauf platziert, die von den Fahrern mit ihren Rädern übersprungen oder unterlaufen wurden.[2][3] Ausrichter war der Radsport-Verein Grün-Weiß Hannover von 1925.

Es beteiligten sich 10 UCI-Mitgliedsverbände, außer den deutschen Mannschaften aus West und Ost waren noch Belgien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Luxemburg, die Schweiz und Spanien mit je vier Fahrern vertreten, die Niederlande mit drei. Neben Wolfshohl waren der Weltmeister von 1959, Renato Longo, sowie derjenige von 1954 bis 1958, André Dufraisse, am Start. Letzterer hatte im Vorjahr eigentlich aus Ärger über seine nicht erfolgte Nominierung geschworen, beim nächsten Mal den Ruf der Nationalmannschaft zu ignorieren.[4]

Bei frühlingshaftem Wetter verfolgten 20.000 Zuschauer das Geschehen. Wolfshohl zog schon in der ersten Runde den Konkurrenten davon und gewann bis zu einer halben Minute Vorsprung auf seine nächsten Verfolger, Renato Longo und Maurice Gandolfo. In der fünften Runde musste er einen Radwechsel vornehmen und verlor etwas Zeit, auch Gandolfo erlitt zu dieser Zeit einen Defekt. Longo schöpfte Hoffnung und holte Stück für Stück auf, bis er eine Runde vor Schluss fast an Wolfshohl dran war. Dieser kriegte jedoch einen zweiten Atem, vergrößerte den Abstand wieder und gewann zum zweiten Mal den Titel. Der dritte Platz ging an Dufraisse. Der Vizeweltmeister des Vorjahres, Arnold Hungerbühler, hatte durch mehrere Radwechsel schon frühzeitig seine Chancen eingebüßt und kam auf Platz 15.

Insgesamt erreichten 38 der 39 gestarteten Fahrer das Ziel. Im Länderklassement, das aus den Positionen der drei besten Fahrer jeder Nation errechnet wurde, gewann Belgien vor Frankreich, Italien und Westdeutschland.

Ergebnisse

Weitere Informationen Platz, Name ...
Platz Name Zeit (h)
1Deutschland Rolf Wolfshohl1:04:26
2Italien Renato Longo+ 0:14
3Frankreich André Dufraisse+ 1:28
4Belgien Pierre Kumps+ 1:34
5Belgien Roger De Clercq+ 1:49
6Italien Amerigo Severini+ 2:24
7Belgien Firmin Van Kerrebroeck+ 2:31
8Spanien José Luis Talamillo+ 3:14
9Belgien Albert Van Damme+ 3:16
10Schweiz Emanuel Plattner+ 3:27
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Einzelnachweise

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