Cyclocross-Weltmeisterschaften 1971

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Die Cyclocross-Weltmeisterschaften 1971 wurden am 28. Februar in Apeldoorn ausgetragen. Sie fanden damit erstmals in den Niederlanden statt.

Ablauf

Nach dem ersten Medaillengewinn eines niederländischen Fahrers bei den Weltmeisterschaften 1968 hatten sich die Niederlande um die Ausrichtung beworben und wurden vom Radsport-Weltverband UCI Ende 1969 damit betraut.[1] Am Rande der WM 1970 wurde dann Apeldoorn als Austragungsort vereinbart,[2] woher mit Gertie Wildeboer einer der besten niederländischen Fahrer stammte. Schauplatz war das Waldgebiet Orderbos mit seinem Sportpark am westlichen Stadtrand.[3] Hatte der Schweizer Nationaltrainer Carlo Lafranchi die Strecke vorher noch als die leichteste seit langem bezeichnet, so kam Titelverteidiger Erik De Vlaeminck zu einer völlig anderen Ansicht.[4][5] Durch Nachtfrost war der Boden letztlich sehr hart und schnell zu befahren. Der drei Kilometer lange Rundkurs enthielt fünf Fußpassagen und eine Reihe von Steigungen. Die Amateure fuhren sieben Runden, die Profis acht.[6]

Es waren 12 Länder beteiligt, gegenüber dem Vorjahr kam Österreich wieder hinzu. Während bei den Amateuren alle Länder eine Vierermannschaft stellten, waren im Profirennen nur noch sechs Länder und 19 Fahrer vertreten, ein neuer Tiefstand.[7] Bei den Profis verzichteten zudem mit Rolf Wolfshohl und Roger De Vlaeminck zwei Mitfavoriten wegen Verletzungen bzw. anderer Prioritäten auf die Teilnahme.

In beiden Rennen kam es zu Siegen der jeweiligen Titelverteidiger. Bei den Amateuren bildeten Robert Vermeire und Dieter Uebing ab der dritten Runde ein Spitzenduo, wenngleich sie nie mehr als eine halbe Minute auf die Verfolger gewannen. In der letzten Runde attackierte Vermeire und konnte einen kleinen Vorsprung zu Uebing bis ins Ziel verteidigen. Jacques Spetgens hatte sich nach mäßigem Start kontinuierlich nach vorne gearbeitet und gewann die Bronzemedaille, Lokalmatador Wildeboer kam auf den fünften Platz. Das Profirennen wurde klar von den belgischen Rivalen Erik De Vlaeminck und Albert Van Damme beherrscht, die sich früh absetzten. Zur Mitte des Rennens konnte sich De Vlaeminck lösen und gewann seinen fünften Titel. Da mit René De Clercq ein weiterer Belgier den dritten Platz holte, gehörten erstmals seit 1953 alle Medaillen ein und derselben Nation. Der Italiener Luciano Luciani war in der Verfolgergruppe gestürzt und musste verletzt abtransportiert werden. Während Beobachter das Aufstreben Deutschlands und der Niederlande im Amateurrennen konstatierten, sahen sie in der geringen Beteiligung und dem einseitigen Verlauf bei den Profis Anlass für Reformen.

Ergebnisse

Siegerehrung der Amateure, auf dem Siegerpodest stehen (v. l. n. r.) Dieter Uebing, Robert Vermeire und Jacques Spetgens
Weitere Informationen Platz, Name ...
Profis
Platz Name Zeit (h)
1Belgien Erik De Vlaeminck1:00:10
2Belgien Albert Van Damme+ 0:10
3Belgien René De Clercq+ 2:40
4Schweiz Peter Frischknecht+ 2:54
5Schweiz Hermann Gretener+ 3:42
6Belgien Julien Vanden Haesevelde+ 3:45
7Italien Renato Longo+ 3:55
8Frankreich Charles Rigon+ 4:01
9Niederlande Cees Zoontjens+ 4:58
10Vereinigtes Konigreich John Atkins+ 5:27
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Weitere Informationen Platz, Name ...
Amateure
Platz Name Zeit (min)
1Belgien Robert Vermeire54:35
2Deutschland Dieter Uebing+ 0:06
3Niederlande Jacques Spetgens+ 0:31
4Deutschland Ekkehard Teichreber+ 0:37
5Niederlande Gertie Wildeboer+ 0:53
6Vereinigtes Konigreich Christopher Dodd+ 1:03
7Schweiz Jakob Küster+ 1:10
8Tschechoslowakei Jiří Murdych+ 1:21
9Niederlande Albert Scheffer+ 1:40
10Frankreich Jean-Michel Richeux+ 1:47
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Commons: Cyclocross-Weltmeisterschaften 1971 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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