Les Coteaux Périgourdins
Les Coteaux Périgourdins französische Gemeinde in der Region Nouvelle-Aquitaine
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Les Coteaux Périgourdins (Aussprache [le kɔˈto peʁiɡuʁˈdɛ̃]; okzitanisch Los Termes Perigòrds) ist eine französische Gemeinde mit 554 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Sarlat-la-Canéda und zum Gemeindeverband Communauté de communes Terrassonnais Haut Périgord Noir. Die Einwohner werden Costellois périgourdins und Costelloises périgourdines genannt.
| Les Coteaux Périgourdins | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Nouvelle-Aquitaine | |
| Département (Nr.) | Dordogne (24) | |
| Arrondissement | Sarlat-la-Canéda | |
| Kanton | Terrasson-Lavilledieu | |
| Gemeindeverband | Terrassonnais Haut Périgord Noir | |
| Koordinaten | 45° 5′ N, 1° 22′ O | |
| Höhe | 112–357 m | |
| Fläche | 19,47 km² | |
| Einwohner | 554 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 28 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 24120 | |
| INSEE-Code | 24117 | |
| Website | www.lescoteauxperigourdins.fr | |
Die Gemeinde entstand mit Wirkung vom 1. Januar 2017 als Commune nouvelle durch Zusammenlegung der bis dahin selbstständigen Gemeinden Chavagnac und Grèzes, die fortan den Status als Communes déléguées besitzen. Der Verwaltungssitz befindet sich in Chavagnac.[1]
Gemeindegliederung
| Commune déléguée | Ehemaliger INSEE-Code | PLZ | Fläche (km²) | Einwohnerzahl (2023) |
|---|---|---|---|---|
| Chavagnac (Verwaltungssitz) | 24117 | 24120 | 13,59 | 363 |
| Grèzes | 24204 | 24120 | 5,88 | 191 |
Geografie

Les Coteaux Périgourdins liegt etwa 53 Kilometer ostsüdöstlich von Périgueux, etwa 15 Kilometer südwestlich von Brive-la-Gaillarde und etwa 25 Kilometer nordnordöstlich von Sarlat-la-Canéda im Osten des Départements an der Grenze zum benachbarten Département Corrèze. Die Gemeinde befindet sich in der Landschaft des Périgord noir, Teil des gleichnamigen, touristisch benannten Landesteils. Les Coteaux Périgourdins liegt im Einzugsgebiet der Dordogne und wird von verschiedenen kleineren Wasserläufen entwässert.
Das Département Dordogne liegt auf der Nordplatte des Aquitanischen Beckens und grenzt im Nordosten an einen Rand des Zentralmassivs. Es weist eine große geologische Vielfalt auf. Das Gelände ist in der Tiefe in regelmäßigen Schichten angeordnet, die von der Sedimentation auf dieser alten Meeresplattform zeugen. Das Département lässt sich daher geologisch in vier Stufen unterteilen, die sich nach ihrem geologischen Alter unterscheiden. Granges-d’Ans liegt auf der zweiten Stufe von Nordosten, einer Hochebene aus sehr hartem Kalkstein aus dem Jura, den das Meer durch chemische Karbonatsedimentation in dicken und massiven Schichten abgelagert hat.[2] Die im Gemeindegebiet hervortretenden Schichten bestehen aus Oberflächenformationen aus dem Quartär und aus Sedimentgesteine aus dem Mesozoikum.
Das Gemeindegebiet erstreckt sich über eine hügelige, im Südosten bewaldete Landschaft, deren Erhebungen im Zentrum Höhen über 350 m erreichen. Der topografisch höchste Punkt liegt mit 357 m im Norden, der tiefste Punkt befindet sich mit 112 m im äußersten Norden. Das Zentrum in Chavagnac liegt auf etwa 325 m Höhe.
Umgeben wird Les Coteaux Périgourdins von den acht Nachbargemeinden:
| Terrasson-Lavilledieu | Pazayac | La Feuillade Larche (Corrèze) |
| Saint-Cernin-de-Larche (Corrèze) | ||
| La Dornac | Nadaillac | Chartrier-Ferrière (Corrèze) |
Natürliche Risiken

Naturrisiken manifestieren sich in Les Coteaux Périgourdins neben den meteorologischen Risiken (Sturm, Gewitter, Schnee, extreme Kälte, Hitzewelle) vor allem als
- Dürren
- Waldbrände
- Bodensetzungen
Im weitaus größten Teil des Gemeindegebiets besteht zur Vorbeugung von Waldbränden eine rechtliche Pflicht zur Beseitigung von Gestrüpp rund um Häuser, Straßen und andere Einrichtungen oder Geräten sowie eine zeitliche und räumliche Beschränkung von offenem Feuer, beispielsweise beim Verbrennen von Abfällen oder Pflanzen, beim Campen oder beim Feuerwerk.[3]
Wie die Risikokarte zeigt, ist der nördliche Teil des Gemeindegebiets teilweise von einer starken Gefahr durch Bodensetzungen bei abwechselnden Dürre- und Regenperioden betroffen. Die Dürreperioden in den Jahren 2018, 2019 und 2022 sind als Naturkatastrophen der Gemeinde klassifiziert worden. Die Erdbebengefahr ist als relativ niedrig einzustufen, am Westrand des Zentralmassivs sind recht seltene Beben der Stärke 3 auf der Richterskala bekannt. Das Gemeindegebiet ist einer schwachen Radongefahr ausgesetzt und wird der Zone 1 von 3 zugeordnet.[4]
Sehenswürdigkeiten
Chavagnac
- Die Kirche Saint-Pantaléon ist ein einschiffiger mittelalterlicher Bau, der bei einem Brand im 18. Jahrhundert in Teilen zerstört wurde. Sein heutiges Aussehen mit einem halbrunden Glockengiebel und Giebeln über den Seitenkapellen verdankt die Kirche einer Restaurierung des 19. Jahrhunderts. Der Bau birgt ein unter Denkmalschutz stehendes[5] Altarretabel aus der Zeit der Renaissance (16. Jahrhundert) sowie eine Kreuzigungsgruppe (calvaire) und mehrere geschnitzte Heiligenfiguren aus späterer Zeit.
- Der Tour de Chavagnac ist der Überrest eines Schlossbaus aus dem 15. Jahrhundert, der bereits im Jahr 1569 teilweise zerstört wurde und kurz vor Ausbruch der Französischen Revolution nahezu vollständig abbrannte. Das 25 Meter hohe mehrgeschossige Bauwerk mit seinen steinernen Kreuzstockfenstern und Aborterkern ist ein später Vertreter der mittelalterlichen Donjons und wurde auch in der Folgezeit noch als Wachturm genutzt. Der imposante Turm ist seit 1947 als Monument historique eingeschrieben.[6]
- Das örtliche Monument für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs entstand im Jahr 1923.
Grèzes
- Kirche Saint-Pierre-ès-Liens aus dem 12. Jahrhundert
- Kirche Saint-Pantaléon
- Kirche Saint-Pierre-ès-Liens
Bildung
Die Gemeinde verfügt über eine öffentliche Vor- und Grundschule (École primaire).[7]
Wirtschaft
Erwerbstätigkeit
Im Jahre 2022 waren 278 Personen zwischen 15 und 64 Jahren in Les Coteaux Périgourdins erwerbstätig, entsprechend 81,4 % der Bevölkerung der Gemeinde in dieser Altersklasse, wobei der Anteil der Männer (83,8 %) höher war als bei den Frauen (78,8 %). Die Zahl der Arbeitslosen war mit 18 Personen im Jahr 2022 niedriger als im Jahr 2016 (26). Die Arbeitslosenquote sank entsprechend von 8,6 % (2016) auf 6,5 % (2022). Insbesondere sank die Arbeitslosenquote bei den 15- bis 24-Jährigen von 33,4 % auf 16,4 %.[8]
Branchen und Betriebe
56 nicht-landwirtschaftliche Gewerbebetriebe waren im Jahr 2023 in Les Coteaux Périgourdins wirtschaftlich aktiv:[8]
| Branche | ||
|---|---|---|
| Anzahl | % | |
| Gesamt | 56 | |
| Fertigung, Bergbau und andere Industrien | 5 | 8,9 % |
| Baugewerbe | 13 | 23,2 % |
| Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie | 10 | 17,9 % |
| Immobilien | 3 | 5,4 % |
| Fachbezogene, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten sowie administrative und unterstützende Dienstleistungstätigkeiten | 8 | 14,3 % |
| Öffentliche Verwaltung, Bildung, menschliche Gesundheit und soziales Handeln | 10 | 17,9 % |
| Andere Dienstleistungen | 7 | 12,5 % |
Landwirtschaft
Les Coteaux Périgourdins liegt in den Zonen der geschützten Ursprungsbezeichnungen (AOP) des Weichkäses Rocamadour, der Walnüsse des Périgord und des Nussöls des Périgord.[9]
Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde mit dem Fokus auf Polykulturen und/oder Mischbetriebe in der Tierhaltung.[10] Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde betrug 24 im Jahr 2020, die landwirtschaftlich genutzte Fläche 1064 Hektar. Die genutzte Fläche pro Betrieb belief sich auf 44,3 Hektar.[11][12]
Verkehr
Die Departementsstraße D 60 bildet die Hauptverkehrsader von Les Coteaux Périgourdins. Sie durchquert das Zentrum in Chavagnac und verbindet es im Nordosten mit Larche. Nachgeordnete Departementsstraßen und lokale Landstraßen verbinden Chavagnac mit Grèzes und mit den Weilern der Gemeinde und weiteren Nachbargemeinden.
Regionalbusse einer Linie im Auftrag der Region Nouvelle-Aquitaine verbinden Les Coteaux Périgourdins mit Brive-la-Gaillarde und mit Saint-Léon-sur-Vézère über Montignac-Lascaux.[13]
Persönlichkeiten
- Danièle Mazet-Delpeuch (1942–2024), französische Küchenchefin, verbrachte ihre Kindheit auf dem Bauernhof la Borderie in Chavagnac, war zwischen 1988 und 1991 persönliche Köchin von François Mitterrand. Diese erste Tätigkeit einer Frau im Élysée-Palast inspirierte zum Film Die Köchin und der Präsident von Christian Vincent aus dem Jahr 2012.[14]

