Mauzens-et-Miremont
französische Gemeinde
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Mauzens-et-Miremont (Aussprache [moˈzɑ̃s e miʁˈmɔ̃], okzitanisch Mausens e Miramont) ist eine französische Gemeinde mit 288 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Sarlat-la-Canéda und zum Gemeindeverband Communauté de communes de la Vallée de l’Homme. Die Bewohner werden Mauzencois und Mauzencoises genannt.
| Mauzens-et-Miremont | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Nouvelle-Aquitaine | |
| Département (Nr.) | Dordogne (24) | |
| Arrondissement | Sarlat-la-Canéda | |
| Kanton | Vallée de l’Homme | |
| Gemeindeverband | Vallée de l’Homme | |
| Koordinaten | 45° 0′ N, 0° 55′ O | |
| Höhe | 86–252 m | |
| Fläche | 20,57 km² | |
| Einwohner | 288 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 14 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 24260 | |
| INSEE-Code | 24261 | |
| Website | www.mauzens-et-miremont.fr | |
Blick auf Mauzens | ||
Geografie

Mauzens-et-Miremont liegt etwa 26 Kilometer südöstlich von Périgueux, etwa 26 Kilometer nordwestlich von Sarlat-la-Canéda und etwa 38 Kilometer nordöstlich von Bergerac in der Landschaft des Périgord noir, im gleichnamigen touristisch benannten Landesteil. Das Gemeindegebiet wird entwässert von den Flüsschen Manaurie, Ruisseau de Lavaure und Ruisseau de Savignac sowie von zwei kleineren Fließgewässern.
Das Département Dordogne liegt auf der Nordplatte des Aquitanischen Beckens und grenzt im Nordosten an einen Rand des Zentralmassivs. Es weist eine große geologische Vielfalt auf. Das Gelände ist in der Tiefe in regelmäßigen Schichten angeordnet, die von der Sedimentation auf dieser alten Meeresplattform zeugen. Das Département lässt sich daher geologisch in vier Stufen unterteilen, die sich nach ihrem geologischen Alter unterscheiden. Mauzens-et-Miremont liegt auf der dritten Stufe von Nordosten, einer Hochebene aus heterogenem Kalkstein aus der Kreidezeit.[1] Die im Gemeindegebiet hervortretenden Schichten bestehen aus Oberflächenformationen aus dem Quartär und Sedimentgesteine teils aus dem Känozoikum, andere aus dem Mesozoikum.
Das Relief des Gemeindegebiets weist eine recht bewaldete Hügellandschaft auf, die von den Tälern des Manaurie und seiner Nebenflüsse markant eingeschnitten wird und deren Erhebungen nach Nordwesten hin zunehmen und Höhen bis über 250 m erreichen,. Der topografisch höchste Punkt der Gemeinde befindet sich mit 252 m Höhe im Westen in der Nähe des Weilers les Benoux, der tiefste Punkt mit 86 m Höhe im äußersten Südosten beim Austritt des Manaurie aus dem Gemeindegebiet. Das Zentrum liegt im Dorf Mauzens auf etwa 190 m Höhe.
Rund 65 % der Fläche der Gemeinde sind bewaldet, rund 35 % werden landwirtschaftlich, hauptsächlich heterogen, genutzt (Stand: 2018). Der Domänenforst Barade befindet sich auf dem Gebiet der Gemeinde und erstreckt sich auf einem kleinen Teil der Waldfläche.[2]
Mauzens-et-Miremont wird von folgenden fünf Gemeinden umgeben:
| Saint-Félix-de-Reillac-et-Mortemart | Rouffignac-Saint-Cernin-de-Reilhac | |
| Fleurac | ||
| Journiac | Savignac-de-Miremont |
Klima
Die klimatischen Bedingungen in Mauzens-et-Miremont werden als warm und gemäßigt eingestuft. In Mauzens-et-Miremont fällt selbst im trockensten Monat Juli viel Regen. Nach der Köppen-Geiger-Klassifikation werden die vorherrschenden Wetterbedingungen in diesem Gebiet als Cfb (Gemäßigtes Ozeanklima) eingeordnet. Die durchschnittliche Jahrestemperatur in Mauzens-et-Miremont beträgt 13,0 °C, die niedrigste Durchschnittstemperatur im Januar mit 5,2 °C, die höchste im Juli mit 21,2 °C. Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt gemäß den meteorologischen Aufzeichnungen etwa 911 mm.[3]
Natürliche und technologische Risiken

Natürliche Risiken manifestieren sich in Mauzens-et-Miremont neben den meteorologischen Risiken (Sturm, Gewitter, Schnee, extreme Kälte, Hitzewelle) vor allem als
- Waldbrände
- Bodensetzungen
- Bodenbewegungen
Durch die hohe Bedeckung des Gemeindegebiets mit Wald ist Mauzens-et-Miremont einer Gefahr von Waldbränden ausgesetzt. Im größten Teil des Gemeindegebiets, bis auf eine kleinere Fläche beim Zentrum, besteht deshalb zur Vorbeugung eine rechtliche Pflicht zur Beseitigung von Gestrüpp rund um Häuser und Zufahrten und eine zeitliche und/oder räumliche Beschränkung von offenem Feuer, beispielsweise beim Verbrennen von Abfällen oder Pflanzen, beim Campen oder beim Feuerwerk. Der vom Département erstellte Plan zur Verhütung von Waldbränden (PPRIF) definiert nicht bebaubare und vorbehaltspflichtige Bauzonen, um die Exposition von Gütern zu verringern.[4]
Wie die Risikokarte zeigt, ist über die Hälfte des Gemeindegebiets von einer starken Gefahr durch Bodensetzungen bei abwechselnden Dürre- und Regenperioden betroffen. Die Dürreperioden in den Jahren 1989, 1992 und 1997 sind als Naturkatastrophen der Gemeinde klassifiziert worden. Die Erdbebengefahr ist als niedrig einzustufen. Das Gemeindegebiet ist nur einer schwachen Radongefahr ausgesetzt und wird der Zone 1 von 3 zugeordnet.
Bodenbewegungen umfassen eine Reihe von Verschiebungen des Bodens oder Untergrunds, manche abrupter als andere. Die dabei auftretenden Volumina können von wenigen Kubikmetern bis zu mehreren Millionen Kubikmetern reichen. Diese Verschiebungen können langsam (einige Millimeter pro Jahr) bis sehr schnell (einige hundert Meter pro Tag) erfolgen. Im Allgemeinen verlaufen Bodenbewegungen mit einem signifikanten Volumen relativ langsam. Eine solche Bodenbewegung im Jahr 1999 ist als Naturkatastrophe der Gemeinde klassifiziert worden. In Mauzens-et-Miremont besteht die Gefahr von Bodenbewegungen als Senkungen und Einstürzen anthropogenen Ursprungs, natürlich entstandene unterirdische Hohlräume, deren Decken einsturzgefährdet sind.
Ein technologisches Risiko bildet ein verschmutzter oder potenziell verschmutzter Standort, der weniger als 500 Meter vom Zentrum entfernt ist. Aufgrund früherer Abfallablagerungen oder des Eindringens von Schadstoffen stellt er eine potenzielle Verschmutzung dar, die möglicherweise eine Belästigung oder ein dauerhaftes Risiko für Menschen oder die Umwelt bildet. Im Falle der Gemeinde Mauzens-et-Miremont ist dies eine frühere Lageranlage für entzündbare Flüssigkeiten westlich des Zentrums.[5]
Etymologie und Geschichte
Mauzens behielt die Schreibweise seines Namens seit dem 13. Jahrhundert, jedoch im 16. Jahrhundert als Mouzens, was eine lokale Entwicklung widerspiegelt. Der Name ist germanischen Ursprungs und stammt vermutlich von einem nicht belegten Personennamen, °Mauricho, ab, begleitet von einem Suffix, oder einem gotischen Wort °mawi (deutsch Mädchen), ebenfalls gefolgt von einem Suffix. Miremont erschien im 13. Jahrhundert in der Form Miremund (1253), latinisiert in Castrum de Miro Monte im Jahre 1273 und Miramonte in 1452. Das Dorf, hoch über dem Tal des Manaurie gelegen, trägt seinen ursprünglichen, okzitanischen Namen. Er setzt sich aus mira (deutsch schau an!, beobachte!), abgeleitet vom Verb mirar aus dem Lateinischen mirari, und mont (vom Lateinischen mons, montis (deutsch Berg, Gebirge)), angewendet bei einem erhöhten, gut sichtbaren Standort, zusammen. Andere Ortsnamen in der Variante Miramont sind im Bereich des Okzitanischen in den Départements Gers und Lot-et-Garonne zu finden.[6]
Die Namen Mauzens, Miremont und La Chapelle-Saint-Reynal tauchen erstmals 778 auf, als Seigneur Wildbade von Karl dem Großen zum Verwalter der Grafschaft Périgord ernannt wurde. Die Archive des „Centenier“ (eines Steuerregisters) von Le Bugue (heute in Limoges einsehbar) geben Auskunft über die Steuern, die die Einwohner der Ortschaften Mauzens, Miremont und La Chapelle im Jahr 856 entrichteten. 877 wurde unter Karl dem Kahlen die Kastellanei Miremont zu einem erblichen Amt. Die Festung gilt als eine der ersten steinernen Herrenhausbauten (die Erd- und Holzhügel ersetzend). Die ältesten Überreste stammen aus dem 11. Jahrhundert.
Die Pfarreien Mauzens und La Chapelle-Saint-Reynal wurden zwischen 800 und 1000 gegründet. Der Bau der Kirche erstreckte sich vom späten 11. bis zum 15. Jahrhundert. Ihr Schutzpatron war der heilige Martin, der im 4. Jahrhundert Gallien missionierte und Bischof von Tours war. Dieser sehr beliebte Heilige ist dafür bekannt, seinen Mantel mit einem armen Mann geteilt zu haben, wie ein Bleiglasfenster in der Kirche von Mauzens zeigt.
Bei der Volkszählung von 1365, die vom Herzog von Aquitanien angeordnet wurde, umfasste die Kastellanei von Miremont genau: 15 Haushalte in La Chapelle, 18 Haushalte in Miremont, 159 Haushalte in Mauzens. Jeder „Haushalt“ entsprach einer steuerpflichtigen Person. Adelige und Geistliche (die keine Steuern zahlten) sowie Bettler (die keinen festen Wohnsitz hatten) wurden daher nicht erfasst. Historiker schätzen die Einwohnerzahl auf vier bis fünf Personen pro Haushalt, was auf eine Gesamtbevölkerung von 800 bis 1000 Menschen schließen lässt.
Bis zur Französischen Revolution besaß der Seigneur von Miremont die Rechte der unteren (für kleinere Streitigkeiten), mittleren (für schwerere Vergehen) und hohen Gerichtsbarkeit (mit der Möglichkeit der Todesstrafe). Ihm gehörte fast das gesamte Land und der Wald. Die kirchliche Autorität lag beim Bischof von Périgueux.
Im Gebiet von Mauzens-et-Miremont, wie auch in anderen Teilen des Périgords, wurde die Wirtschaft von Schmieden dominiert. Die herausragende Eisenverarbeitung zwischen Dordogne und Vézère wurde bereits im ersten Jahrhundert n. Chr. vom griechischen Geschichtsschreiber Strabon erwähnt. Diese lange Tradition lässt sich durch das Vorhandensein von hochwertigem, leicht abbaubarem Eisenerz (an der Oberfläche verfügbar), die reichlichen Brennstoffvorkommen und die Kraft der Flüsse, insbesondere des Manaurie, erklären. Die Schmieden waren besonders vom 16. bis zum 18. Jahrhundert in Betrieb. Sie boten der Bevölkerung eine zusätzliche Existenzgrundlage und trugen zum Wohlstand der betroffenen Weiler bei. Die meisten Bauern waren auch Holzfäller, Bergleute oder Fuhrleute (sie fuhren Handwagen oder von Ochsen oder Pferden gezogene Karren). Sie stellten Kessel, Kochtöpfe und für das Heer Kanonen, Kanonenkugeln und Hohlkugeln her. Die Waren wurden über Straßen und anschließend über die Flüsse Vézère und Dordogne transportiert.
Mauzens, Miremont und La Chapelle lebten dank Richtern, Schreibern, einem Chirurgen, einem königlichen Notar, Handwerkern aller Gewerke und Walkmühlen (zur Verarbeitung von Wolle und Häuten) nahezu autark. Am Vorabend der Revolution gab es in ihrem Gebiet acht Cafés oder Tavernen.
In Mauzens und ab 1762 auch in Miremont (jeweils am dritten Mittwoch im Monat) fand ein Jahrmarkt statt. Die Bauern waren verpflichtet, dort ihre Erzeugnisse zu verkaufen.
1789 wurden 240 Haushalte erfasst, woraus sich die Einwohnerzahl auf etwa 1100 schätzen ließ. 111 Einwohner von Mauzens und 13 von La-Chapelle-Saint-Reynal wirkten an der Erstellung der Beschwerdelisten mit. Während der Revolution wurden die Pfarreien durch Gemeinden als Verwaltungseinheiten ersetzt. Mauzens, Miremont und La-Chapelle-Saint-Reynal fusionierten zu Mauzens-et-Miremont. Gleichzeitig löste der Bischof die Pfarrei La-Chapelle-Saint-Reynal auf. Ihre Gemeindemitglieder wurden der Pfarrei Mauzens zugeordnet. Der erste Verkauf des Schlossinventars fand 1793 statt. Dabei wurden hauptsächlich die Einrichtungsgegenstände veräußert.
Mit Beginn der Industrialisierung führten die Konkurrenz der großen Bergbauregionen und der Ausbau des Transportwesens zum Niedergang der kleinen lokalen Schmieden.
In Mauzens-et-Miremont zeigen die Volkszählungen des 19. und 20. Jahrhunderts eine ähnliche Entwicklung wie in anderen ländlichen Gemeinden.
Die Bevölkerungszahl blieb im 19. Jahrhundert relativ konstant. Im 20. Jahrhundert blieb auch Mauzens-et-Miremont von der Landflucht nicht verschont, die viele ländliche Gemeinden betraf. Die Dörfer konnten nicht mit den Städten konkurrieren – den wichtigsten Arbeitsplatzzentren –, die modernen Wohnraum sowie ein breites Angebot an Dienstleistungen und Freizeitaktivitäten boten.
Nach 1990 stabilisierte sich die Bevölkerungszahl, begünstigt durch den wachsenden Tourismus sowie den Zuzug französischer und ausländischer Ruheständler.[7]
Bevölkerungsentwicklung
| Mauzens-et-Miremont: Einwohnerzahlen von 1793 bis 2020 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1793 | 903 | |||
| 1800 | 960 | |||
| 1806 | 928 | |||
| 1821 | 994 | |||
| 1831 | 1.157 | |||
| 1836 | 1.110 | |||
| 1841 | 1.087 | |||
| 1846 | 1.109 | |||
| 1851 | 1.117 | |||
| 1856 | 1.129 | |||
| 1861 | 1.074 | |||
| 1866 | 1.130 | |||
| 1872 | 1.155 | |||
| 1876 | 1.036 | |||
| 1881 | 1.047 | |||
| 1886 | 1.010 | |||
| 1891 | 904 | |||
| 1896 | 831 | |||
| 1901 | 726 | |||
| 1906 | 698 | |||
| 1911 | 680 | |||
| 1921 | 586 | |||
| 1926 | 561 | |||
| 1931 | 546 | |||
| 1936 | 531 | |||
| 1946 | 476 | |||
| 1954 | 415 | |||
| 1962 | 394 | |||
| 1968 | 377 | |||
| 1975 | 294 | |||
| 1982 | 330 | |||
| 1990 | 302 | |||
| 1999 | 338 | |||
| 2006 | 327 | |||
| 2013 | 321 | |||
| 2020 | 284 | |||
| Quelle(n): EHESS/Cassini bis 1999,[8] INSEE ab 2006[9] Anmerkung(en): Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz | ||||
Sehenswürdigkeiten
- Kirche Saint-Martin, im 12. Jahrhundert als Wehrkirche errichtet, in der Folge umgebaut
- Burgruine Miremont mit Ursprüngen aus dem 12. Jahrhundert. Die Burg wird erstmals im frühen 14. Jahrhundert erwähnt. Im Jahr 1373 wurde sie von den Engländern eingenommen. Der Herzog von Lancaster übergab sie daraufhin an Heliot Buada, den Kommandanten der Burg von Bergerac. Die Französische Revolution besiegelte den Verfall des Bauwerks. Der Grundriss bildet ein unregelmäßiges Viereck auf der Spitze eines Plateaus, von dem die Anlage durch einen Einschnitt getrennt war. Der Donjon sicherte diesen Einschnitt sowie die Zugangswege. Die westlichen und südlichen Gebäudeteile wurden im 14. Jahrhundert neu errichtet. Die Burgruine ist seit 1971 als Monument historique eingeschrieben.[10]
- Herrenhaus Madame, errichtet im 17. Jahrhundert unterhalb der Burgruine
- Chartreuse La Forge Neuve aus dem 17. Jahrhundert
- Prähistorische Fundstätte La Faurelie am Lieu-dit Sous le Roc aus dem Jungpaläolithikum, seit 1930 als Monument historique klassifiziert
- Wetzrille am Lieu-dit les Justices aus der Jungsteinzeit, seit 1968 als Monument historique klassifiziert
- Viadukt von Miremont über ein Seitental des Manaurie
- Viadukt von Souffron über das Tal des Ruisseau de Savignac an der Grenze zur südlichen Nachbargemeinde Savignac-de-Miremont
- Kirche Saint-Martin, Südseite
- Burgruine Miremont
- Herrenhaus Madame
- Viadukt von Miremont
- Viadukt von Souffron
Bildung
Die Gemeinde verfügt über eine private Vor- und Grundschule (École primaire).[11]
Wirtschaft
Erwerbstätigkeit
Im Jahre 2023 waren 122 Personen zwischen 15 und 64 Jahren in Mauzens-et-Miremont erwerbstätig, entsprechend 69,5 % der Bevölkerung der Gemeinde in dieser Altersklasse, wobei der Anteil der Männer (68,2 %) niedriger war als bei den Frauen (70,8 %). Die Zahl der Arbeitslosen war mit 14 Personen im Jahr 2023 niedriger als im Jahr 2017 (17). Die Arbeitslosenquote sank entsprechend von 12,9 % (2017) auf 11,7 % (2023). Die Arbeitslosenquote bei den 15- bis 24-Jährigen stieg hingegen in diesem Zeitraum von 20,0 % auf 40,5 %.[12]
Branchen und Betriebe
39 nicht-landwirtschaftliche Gewerbebetriebe waren im Jahr 2023 in Mauzens-et-Miremont wirtschaftlich aktiv:[12]
| Branche | Anzahl | % |
|---|---|---|
| Fertigung, Bergbau und andere Industrien | 7 | 17,9 % |
| Baugewerbe | 8 | 20,5 % |
| Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie | 4 | 10,3 % |
| Information und Kommunikation | 1 | 2,6 % |
| Immobilien | 4 | 10,3 % |
| Fachbezogene, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten sowie administrative und unterstützende Dienstleistungstätigkeiten | 7 | 17,9 % |
| Öffentliche Verwaltung, Bildung, menschliche Gesundheit und soziales Handeln | 1 | 2,6 % |
| Andere Dienstleistungen | 7 | 17,9 % |
| Gesamt | 39 |
Landwirtschaft
Mauzens-et-Miremont liegt in den Zonen der geschützten Ursprungsbezeichnungen (AOP) der Walnüsse des Périgord und des Nussöls des Périgord.[13]
Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde mit dem Fokus auf Polykulturen und/oder Mischbetriebe in der Tierhaltung.[14] Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde sank von 34 bei der Landwirtschaftszählung von 1988 auf 29 im Jahr 2000, auf 24 im Jahr 2010 und auf 9 im Jahr 2020, ein Rückgang von 73,5 % in 32 Jahren. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche verringerte sich von 576 Hektar im Jahre 1988 auf 298 Hektar im Jahre 2020. Die genutzte Fläche pro Betrieb stieg signifikant von 16,9 Hektar auf 33,1 Hektar.[15][16][17]
Verkehr
Die Departementsstraße D 47/D 32E5 bildet die Hauptverkehrsader der Gemeinde. Sie verläuft entlang des Tals des Manaurie und einem seiner Nebenflüsse im Nordwesten über Saint-Félix-de-Reillac-et-Mortemart in Richtung Périgueux und im Südosten Richtung Sarlat-la-Canéda. Nachgeordnete Departementsstraßen und lokale Landstraßen verbinden Mauzens mit Miremont, mit den Weilern der Gemeinde und weiteren Nachbargemeinden.
Die Bahnstrecke Niversac–Agen durchquert Mauzens-et-Miremont parallel zur D 47/D 32E5 mit einem ehemaligen Haltepunkt, der nicht mehr von Zügen bedient wird.
Literatur
- Chantal Tanet, Tristan Hordé: Dictionnaire des noms de lieux du Périgord. Editions Fanlac, Périgueux 2000, ISBN 2-86577-215-2 (französisch).
